Zentrum für
Orthopädie und Unfallchirurgie
Lindauer Straße 16/1       88069 Tettnang
Tel.: 07542/9339-0

   

Orthopädie

war ursprünglich war der Zweig der Medizin, der sich der "geraden Körperentwicklung des Kindes" widmete und sich um die Versorgung von verformten oder den Ersatz von fehlenden Gliedmaßen kümmerte. Heute sind angeborene oder erworbene Skelettverformungen durch die bessere Ernährung und dank der Schwangerschafts- und Säuglingsvorsorge nicht mehr so häufig anzutreffen.

Hinzugekommen sind dagegen Haltungsschäden durch mangelnde Bewegung und das gesamte Spektrum der Funktionsstörungen am Bewegungsapparat durch das Älterwerden der Menschen, wie Osteoporosen (Knochenentkalkung) und Arthrosen (Gelenkentzündungen) und damit das Gebiet der "künstlichen Gelenke."

Der Orthopäde wird in der Regel wegen Schmerzen am Bewegungsorgan aufgesucht. Vorausetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist eine Diagnose und die Einsicht des Patienten in die Richtigkeit der Diagnose und der vorgeschlagenen Behandlung.

Am Anfang einer Diagnose steht die Schmerzanalyse. Dabei kann sich herausstellen, dass die Ursache der Schmerzen nicht dort liegt, wo die Schmerzen sind. (Siehe auch das Schaubild unter Spezielle Schmerztherapie.)
   
Die Bezeichnung Orthopädie und Unfallchirurgie ist für viele Patienten verwirrend, da in der Praxis eines niedergelassenen Orthopäden die chirurgische Versorgung von Unfällen nicht vorgesehen ist.
Da die Ausbildung zum Orthopäden die Unfallchirurgie mit allen gängigen Operationen immer eingeschlossen hat und die beiden Fächer seit jeher eng zusammenarbeiten, sind die Fächer Orthopädie und Unfallchirurgie im Jahre 2005 zusammengelegt worden und der Orthopäde als alleiniger Facharzt in der Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer nicht mehr vorgesehen.
Die bestehenden Facharztbezeichnungen blieben bestehen, konnten aber durch eine Zusatzprüfung in den "Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie" umgewandelt werden.
Siehe auch unter Unfallbehandlung.